one pic a day | 192 | Sommer | Fotografie

Sommerblumenone pic a day | 192 | Sommer | Fotografie

Sommer steht auch ganz klar für Blumen jeglicher Couleur – ein Kommen und Gehen ist am Straßenrand und in den Gärten zu sehen.
Am liebsten mag ich den Wildwuchs – das was sich durchboxt wächst und gedeiht, streut seine Samen aus, die der Wind zur nächsten Straßenecke mitnimmt und schon geht der Kreislauf von vorne los.
Leider sind unsere Städte keine reinen Blumenparadiese. Es wird vermehrt auf Bäume und Grünpflanzen im allgemeinen wie z.B. Hecken gesetzt. Pflegeleicht, meist schnell im Wachstum und schön anzusehen für das gestresste Großstadtauge.
Doch oft bleiben bei dieser Art und Weise der Begrünung im Sommer die Bienen und Hummeln auf der Strecke, da sie nicht mehr genug Nahrung in der Stadt finden und teilweise einfach verhungern.
Wir haben uns in letzter Zeit oft gefragt, warum so viele schwache und tote Hummeln auf unseren Wegen zu finden sind und mit ein wenig Recherche haben wir heute herausgefunden, dass sie schlicht zu wenig Nahrung finden und das obwohl unsere Strassen hier, soweit das Auge reicht, mit Bäumen gesäumt sind. Doch diese Bäume sind Linden und haben an sich schon eher wenig Pollen und Nektar zu bieten. Wenn dann noch Hummeln angeflogen kommen, die per se schon mit leeren Magen von ihrem Nest aus losfliegen und sich dann auch noch gegen viele weitere Mithummeln um die Nahrung zanken müssen, schaffen es einige einfach nicht und fallen schwach und entkräftet und auch manchmal schon tot vom Baum.
Auch wenn die Hummeln wohl eher Gewohnheitstiere sind und gerne bekannte Blüten/ Bäume anfliegen, liegt die Lösung des Hummelsterbens doch wohl einzig darin den Tierchen mehr Vielfalt von Blütenpflanzen anzubieten. Das heißt besonders hier in der Stadt: mehr Blühpflanzen an Straßenrand und Vorgarten, Hinterhof und Fußweg – Blumen für alle und in diesem Fall besonders für die Hummeln.
Wir haben ebenfalls heute gelesen, dass man schlappe Hummeln mit einer Zuckerlösung wieder aufpäppeln kann, dass möchten wir gerne in den nächsten Tagen einmal versuchen.
Ich werde berichten!
Ausführlichere Information, auch über die verschiedenen Lindenarten und deren unterschiedliche Blütezeiten, sowie Zuckerlösungen kann man übrigens hier beim Nabu, oder hierhier und hier nachlesen.

Mein Bild Nr. 192 – für mehr wilde Blumen in der Stadt

Herzliche Grüße!
myriam.

2 Kommentare

  1. Danke für die Erwähnung.
    Übrigens ist Nahrungsmangel das Problem Nummer 1 für die Hummeln. Vorallem die seltenen Arten leider sehr unter dem Verlust an blütenreichen Wiesen. Wer im Garten helfen will sollte beispielsweise Purpurklee, Natternkopf und Flockblumen anbieten (jeweils mehrere Pflanzen) und *keine* Wildblumenmischung aussäen. Mehr auf der Webseite.

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