London | Tag 4

Heute war ein ruhiger, entspannter und auch fotofauler Tag.
Uns taten allen ein wenig die Füße weh vom vielen umherlaufen der letzten Tage, so beschlossen wir zum einen den Tag langsam zu starten und uns auf Grund des nicht ganz so sonnigen Wetters, eher innen aufzuhalten und zwei Museen zu besuchen.

Auf dem Museumwunschzettel standen schon im Vorfeld zwei, die wir unbedingt besuchen wollten: das Händelhaus und das British Museum.

Das Händelhaus ist ein sehr kleines Museum, in dem man dessen Schlafgemach, sein Musizier- und sein Komponierzimmer sehen kann. Für wirkliche Fans sehr nett, zumal es in dem Musizierzimmer auch immer noch regelmäßig kleine Wohnzimmerkonzerte und Proben von Studenten gibt – so auch zufälligerweise gerade als wir dort waren. Stühle laden ein sich zu setzen und sich von der Musik forttragen zu lassen – bei uns wurde altes Cembalo und alte Querflöte gespielt. Sehr, sehr nett in diesem Ambiente! Schwere Samtvorhänge vor den Fenstern, alte Gemälde um Dich herum und Holzdielen, die bei jedem Schritt so knarzen, dass fast das eigene Wort nicht zu verstehen ist.
Im Komponierzimmer kann man Händels Geist beim Schreiben seines Messias erfassen. Ich mag soetwas ja sehr!
Alles in allem war das Museum recht nett und freundlich (besonders die dortigen Mitarbeiter scheuten sich nicht uns mit vielen Informationen zu versorgen), wenn aber sicherlich nur etwas für Menschen mit großem Interesse. Und fotografieren durfte man dort leider auch nicht.

Ein kleines Päuschen und ein wenig wandern später, ging es dann zum British Museum.
Das schöne an den großen, öffentlichen Londoner Museen ist, das sie kein Eintrittsgeld kosten (das Händelhaus ist klein und privat = Eintritt und auch nicht wenig für seine Größe…) – so kann man einfach mal reinhuschen und wenn es einem zuviel ist, geht man wieder und kehrt zu einem anderen Zeitpunkt zurück. Gerade so wie es gefällt.
Auch ist der Druck nicht so groß, sich unbedingt alles ansehen zu müssen, weil man ja dafür gezahlt hat.
Nachteil ist natürlich, dass man nicht der einzige Besucher ist und es zuweil ganz schön voll sein kann, besonders in begehrten Austellungsräumen.
Es gibt allerdings die Aufforderung einer Spende, die aber freiwillig ist. Wenn ich jedoch irgendwo gerne bin oder es mir gut gefallen hat, gebe ich auch gerne freiwillig meinen Anteil.

Wir teilten uns auf – die Hüpfer durften für sich gehen und wir ‚großen‘ guckten für uns. Nach zwei Stunden wollten wir uns wiedertreffen. Das war auch mal ganz schön. Ein wenig reine Elternzeit und für die Hüpfer spannend gemeinsam durch das riesige Haus zu wuseln :)
Fotografieren durfte man hier zwar, doch war ich irgendwie des knipsens ein wenig müde und machte nur hier und dort das ein oder andere Bild.
Das Museum ist sehr schön. Groß, abwechslungsreich und voller kleiner und großer Schätze. Man darf nur nicht zuviel darüber nachdenken, auf welchen Weg viele dieser Schaustücke in den Besitz Großbritanniens gekommen sind…
So sahen wir Mumien und Sarkophage, japanische Keramiken, Buddahs und Wikingerwerkzeuge, den Rosettastein, alte Münzen und Bücher und eine sehr imposante Eingangshalle.
Nach einer letzten Schlenderrunde wieder alle vereint, ging es auch schon wieder zu unserer Wohnung, denn am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufstehen!

Wie die letzte Tage auch: ein ‚klicks‘ und die Bilder werde groß :)

Ich schicke herzliche Grüße!
myriam.

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